Montag, 6. September 2010
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Die Masken der Niedertracht: Seelische Gewalt im Alltag und wie man sich dagegen wehren kann


Die Masken der Niedertracht: Seelische Gewalt im Alltag und wie man sich dagegen wehren kann Die Masken der Niedertracht: Seelische Gewalt im Alltag und wie man sich dagegen wehren kann
Autor: Marie-France Hirigoyen
Taschenbuch  - 240 Seiten  - Deutscher Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum: 2002-09-01
ISBN:342336288X
Amazon-Preis: EUR 9,90
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Rezensionen von Lesern:

Bereits nach den ersten 30 Seiten dieses Buches erkannte ich mich und meine gesamten Erlebnisse mit meiner Ex-Frau fast öfter wieder als mir lieb war.
Es war vor allem die Tatsache, daß diesem Verhaltensphänomen erstmals ein Name gegeben wurde, daß ich mich erstmalig umfassend verstanden fühlte.

Leider gibt es in dem Büchlein zwei inhaltliche Haken:
- die Autorin beschreibt lediglich Fälle von männlicher Gewalt an Frauen im privaten Umfeld
- die Frage nach "Gegenwehr" bleibt im Bereich privates Umfeld an französischen Möglichkeiten hängen.

Mobbing ist bei uns in Deutschland zu einem gesellschaftsfähigen und geächteten Thema geworden. Wahrscheinlich hatten die Arbeitgeber und Krankenkassen in diesem Umfeld ein großes Interesse an Aufklärung und Handlung und zwangen so die Politik zu entsprechenden Gesetzen.

Aber an dem Dogma: "der Staat soll sich aus der Familie weitestgehend heraushalten" wurde mangels Lobby nicht gerüttelt. Doch zeigen viele Kommentare im Netz und auch die hier zu lesenden Kommentare, daß Handlungsbedarf besteht.

Vielleicht finden sich bald einmal Ärzte, Anwälte, Krankenkassen und Opfer zusammen und gründen eine Union die in die richtige Richtung deutet. Den Anfang müssen wohl wieder einmal wir machen, die Opfer.

Dieses Büchlein ist rundum zu empfehlen. Es gab mir Mut und räumt mit dem Vorurteil: "das Opfer ist selbst Schuld wenn/weil es nicht geht" auf.

Es ist an der Zeit daß sich kompetente und engagierte Zeitgenossen in Deutschland finden die weitere Bücher zu diesem Themenkomplex schreiben. Je mehr Information zu diesem Thema, desto größer die Aufmerksamkeit, desto mehr Opfer werden sich melden... Ja, wo können die sich denn hinwenden?
Die Antwort auf diese Frage bleibt das Buch letztlich schuldig. Frau Hirigoyen praktiziert leider in Frankreich.

Das Buch hat bei mir Einsichten in Beziehungs- und Umgangsmechnismen eröffnet, die ich bislang nicht verstanden hatte. Immer wieder hat mich die perfide subtile Art von Menschen irritiert, denen es auf die geschilderte Art und Weise gelingt, andere nicht nur unter Druck, sondern geradezu schachmatt zu setzen und mit konstanter Bosheit, Opfer und deren wunde Punkte zu finden. Das Buch macht Mut, die aussichtslose Sitaution zu erkennen und anzugehen. Dabei bleibt es dann aber leider auch. Über die Problemanalyse hinaus bietet das Buch wenig Hilfe an - außer den Ratschlag, sich als Opfer einem Psychologen anzuvertrauen und letztlich die Trennung zu suchen. Das ist sicherlich in den extremen geschilderten Fällen auch der einzige Weg, andererseits gibt es nach meiner Erfahrung auch leichtere Fälle dieser Charaktereigenschaft. Da man nicht allen Kontakten mit solchen Menschen aus dem Weg gehen kann, wären ein paar praktische Vorschläge für Verhaltensweisen schon hilfreich gewesen, auch wenn man auf so engem Raum natürlich keine tiefenpsychologische Beratung erwarten kann. Insoweit ist der Titel ("und wie man sich dagegen wehren kann") irreführend. Schade, daher nur drei Punkte.

Halo zusammen,

ich muss sagen, dieses Buch hat mir zu 100 Pro geholfen. Jetzt verstehe ich meinen zukünftigen Exmann besser. Er ist krank.
Ich kann euch dieses Buch empfehlen. Bitte kauft es euch. Eigentlich hätte ich dieses Buch schreiben können, weil alles was in ihm steht ich zu tausend pro erlebt habe und noch erleben werde.

Also traut euch!!

Liebe Grüße
Heiki

Durch Empfehlung einer Freundin wurde ich auf dieses Buch aufmerksam. Selten zuvor habe ich ein Buch derart "verschlungen". Es hat mir deutlich aufgezeigt, daß nicht alles Leid, das einem durch Aggressoren zugefügt wird, eine logische und rationale Erklärung hat.

Die Autorin unterscheidet zwischen zwei Arten von psychischer Gewalt: Einerseits der seelischen Aggression in der Beziehung/Familie und andererseits der seelischen Aggression am Arbeitsplatz durch Kollegen/Vorgesetzte. Sie versucht aufzuzeigen, daß die Opfer zwar grundsätzlich nach einem Sinn für die Geschehnisse suchen, dieser aber nicht immer direkt ersichtlich sein muß. Die Gewalt, die den Opfern zuteil wird, ist häufig nicht in ihrem schuldhaften Verhalten den Aggressoren gegenüber zu suchen, sondern vielmehr in einem perversen, ja sogar wahnhaften Zwang der Täter, sich der Energie, des Widerstandes und der Selbstzweifels ihrer Opfer zu bedienen, um ihre abartigen, egoistischen Neigungen zu befriedigen. Je mehr das Opfer im Netz der Aggressionen zappelt, desto mehr wird der Aggressor zufriedengestellt. Da gerade die Qualen seines Opfers genau das sind was der Aggressor zu verursachen wünscht, entsteht eine Spirale von Aktion und Reaktion zwischen Täter und Opfer.

Eine äußerst empfehlenswerte Lektüre für Opfer seelischer Gewalt, die eine logische Erklärung suchen für das was ihnen widerfährt.


Eine Rezension dieses Buches ist nicht ganz einfach. Hätte ich nur den deutschen Titel gekannt, hätte ich es nie gelesen. Erst die Inhaltsangaben und die ausdrückliche Literaturempfehlung auf "narzissmus.net" haben mich überzeugt, dass dieses Buch für mich wichtig sein könnte.
Es ist kein Buch für Narzissten! Und es ist kein Buch gegen sie, obwohl sie einige wenige der beschriebenen Merkmale zeigen können.
Das Buch wendet sich ausdrücklich an die Opfer von malignen Narzissten, Psychopathen und von Menschen mit einer antisozialen Persönlichkeitsstörung. Diesen aber macht es unmissverständlich klar, dass es sinnlos ist, die Schuld am Scheitern ihrer Beziehung oder an ihren schlechten Lebensumständen bei sich selbst zu suchen. Denn sie haben es mit Menschen zu tun, die kein Mitgefühl für andere empfinden können - dafür können sie nichts - die aber ihre unangenehmen Charaktereigenschaften nicht nur hinnehmen, sondern als vorteilhaft ansehen und diese ausleben, zum absoluten Nachteil ihrer Umgebung: Kollegen und Freunde, hauptsächlich aber ihrer Partner und Kinder! Dass diese ausdrückliche Positionierung der Autorin auf Seiten der Opfer von seelischer Gewalt bei den Persönlichkeitsgestörten übel ankommt, ist klar.

Leider kann die Autorin nicht in allen Fällen Lösungen aufzeigen und Hilfestellungen geben.
Ich fände es daher noch wichtiger, potenzielle Opfer zu warnen, bevor sie auf einen Psychopathen hereinfallen. Leider ist das illusorisch, da diese Menschen über ein breites (angelerntes) Repertoire an positiv wertbaren Eigenschaften verfügen, mit dem sie ihren wahren Charakter meisterhaft verschleiern können, bis es zu spät ist...

Zur Inhaltsangabe:
Aus ihrer Praxis als Psychotherapeutin schildert die Autorin Fälle, die jedes Opfer von seelischer Gewalt schon erlebt hat. Obwohl ich wirklich nur am Rande mit den Manipulationen eines Psychopathen zu tun hatte, habe ich so vieles wiedererkannt, dass selbst bei mir ein Aha-Effekt eintrat, der bei wirklich Betroffenen um ein vielfaches größer sein muss. Plötzlich fühlt man sich verstanden! Was bisher niemand geglaubt hat - man selbst vielleicht eingeschlossen - wird plötzlich von anderen geschildert und man weiß, man hat sich nicht geirrt! Es ist tatsächlich passiert. Das unangenehme Gefühl, das man die ganze Zeit hatte, war begründet!
Da betroffene Opfer selbst sehr selten in der Lage sind, sich zu befreien (nach diesem "Mangel" wurden sie ausgewählt), wäre es wünschenswert, dass das Buch auch Anleitungen zum Beenden der Leidenssituation gäbe. Das wird leider nicht getan.