Freitag, 30. Juli 2010
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Das Geld der Medici


Das Geld der Medici Das Geld der Medici
Autor: Tim Parks
Taschenbuch  - 288 Seiten  - Goldmann Verlag
Erscheinungsdatum: 2009-03-09
ISBN:3442155266
Amazon-Preis: EUR 8,95
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Rezensionen von Lesern:

Sehr informativ und klasse geschrieben!!! Eben ein typischer Tim Parks. Und wer glaubt, die katholische Kirche würde es jetzt doll treiben, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

Nach wie vor aktuelle Parallelen zu unserer Zeit weist die Geschichte der Medicibank auf, die Tim Parks hier zusammengestellt hat.

Das Bankhaus existierte fast einhundert Jahre und begründete die Macht der Familie Medici. Den Grundstock der Bank bildete eine Mitgift und das kaufmännische Geschick des Gründers Giovanni di Bicci de'Medici. Leider vergaßen die nachfolgenden vier Generationen nach und nach, wie man ein erfolgreiches Bankhaus führt. Sie stellten unfähige Filialdirektoren ein, und andere, die ihr Können lieber dazu einsetzten, sich selbst zu bereichern, als der Bank zu dienen. Und sie verschwendeten den ererbten Reichtum für politische Zwecke und Kunstwerke. Am Ende verschuldeten sie sich. Gleichzeitig vergaben sie Kredite an Mächtige, die es unter ihrer Würde fanden, ihre Schulden zurückzuzahlen. Ungeschickte finanzielle und politische Schachzüge sorgten für ein rasches Ende der berühmten Bank und den Verlust von Macht und Reichtum der Medici. So mußte das berühmte Bankhaus nach 99 Jahren aufgeben.

Der Autor erläutert die geschickten Argumente, die man benutzte, mit denen man das Verbot der Kirche, Zinsen zu nehmen, umgehen konnte, und er gibt Einblicke in das soziale und politische Gefüge der Stadt Florenz, wo die Medici ihren Sitz haben. So läßt sich in diesem Buch der Wandel des moralischen Weltbildes vom Mittelalter zu dem der Renaissance aus ungewöhnlicher Perspektive nachvollziehen.

Dies Sachbuch ist ein echtes Leckerli - nicht nur für Banker und alle, die mit dem Bankwesen zu tun haben, auch Geschichtsinteressierte und kunstinteressierte Querdenker können hier ein großes Lesevergnügen finden, zumal im Buch auch immer wieder Kunstwerke aus der Zeit abgebildet werden, die im Text angeführt sind.

Ein Stammbaum der Medici und eine Chronologie runden das Buch ab, das einen Platz in der Hausbibliothek verdient.